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Was kostet eine Praxis-Homepage?

Die Preisspanne reicht von 'fast kostenlos' bis fünfstellig — und die entscheidenden Kosten stehen oft nicht im Angebot. Eine ehrliche Einordnung aus Sicht eines Entwicklers, der solche Seiten selbst baut.

Von Dr. Holger K. Maerz · Stand: 18. Juli 2026

Die drei typischen Wege — und ihre realen Preise

Wenn eine Praxis heute eine Webseite beauftragt, landet sie fast immer bei einem von drei Modellen:

  • Homepage-Baukasten (Selbstbau): etwa 10 bis 30 € pro Monat. Klingt günstig, kostet aber Ihre eigene Zeit — und die Verantwortung für Pflichtangaben, Datenschutz und Barrierefreiheit liegt komplett bei Ihnen. Für eine Arztpraxis mit ihren besonderen rechtlichen Anforderungen ist das anspruchsvoller, als die Werbung der Baukasten-Anbieter vermuten lässt.
  • Günstiger Webdesigner („WordPress-Klick-Job"): meist 800 bis 2.000 € einmalig. Hier wird in der Regel ein fertiges Theme mit Plugins zusammengesetzt. Das Ergebnis kann ordentlich aussehen — die Folgekosten entstehen später: Plugin-Updates, Sicherheitslücken, und oft ein Wartungs-Abo von 30 bis 100 € pro Monat, ohne das die Seite nach ein, zwei Jahren zum Risiko wird.
  • Agentur mit Gesundheits-Spezialisierung: üblicherweise 4.000 bis 8.000 € und mehr, fast immer kombiniert mit einem laufenden Betreuungsvertrag. Dafür bekommen Sie Erfahrung mit Praxis-Projekten — bezahlen aber auch Agentur-Overhead und binden sich häufig langfristig an einen Dienstleister.

Die Kosten, die nicht im Angebot stehen

Der Einmalpreis ist nur die halbe Wahrheit. Beim Vergleich von Angeboten sollten Sie nach vier Punkten fragen:

  • Wartung: Braucht die Technik laufende Updates? Wer spielt sie ein, was kostet das pro Monat — und was passiert, wenn Sie das Abo kündigen?
  • Eigentum und Zugänge: Gehören Domain, Inhalte und Quellcode Ihnen? Bekommen Sie alle Zugangsdaten ausgehändigt, sodass ein anderer Dienstleister übernehmen könnte?
  • Hosting: Läuft die Seite auf einem Server, dessen Vertrag bei Ihnen liegt — oder beim Dienstleister, sodass die Seite an ihn gekettet ist?
  • Änderungen im Alltag: Was kostet es, Öffnungszeiten, Urlaubszeiten oder eine neue Sprechstunde einzutragen? Genau diese Kleinigkeiten fallen am häufigsten an.

Diese vier Fragen trennen faire Angebote zuverlässig von solchen, die über die Laufzeit teuer werden. Ein niedriger Einstiegspreis mit hoher monatlicher Bindung ist über fünf Jahre gerechnet oft das teuerste Modell.

Wie ich es halte

Damit Sie meine Einordnung einschätzen können, lege ich mein eigenes Modell offen: Ein Praxis-Paket kostet bei mir einmalig ab 3.500 €, je nach Umfang nach oben staffelbar — ohne monatliche Gebühr an mich. Hosting und Domain laufen über einen Anbieter Ihrer Wahl und werden dort direkt abgerechnet (typisch 5 bis 20 € pro Monat). Im ersten Jahr ist der Service enthalten: sechs Monate persönliche Betreuung inklusive Anpassungen, danach sechs weitere Monate mit automatisierten Sicherheits-Updates.

Möglich ist dieser Zuschnitt, weil die Seiten statisch gebaut sind: kein Plugin-Unterbau, der monatlich gepflegt werden muss, und Öffnungszeiten oder Urlaub ändern Sie selbst über einen einfachen Admin-Bereich. Nach der Service-Phase erhalten Sie Dokumentation und alle Zugänge — Sie können selbst warten, mich beauftragen oder jeden anderen Dienstleister. Bewusst kein Abo-Modell, bewusst kein Lock-in.

Was das konkret enthält, steht auf der Startseite; die häufigsten Anschlussfragen — etwa zur DSGVO oder zu den Pflichtangaben — habe ich in eigenen Ratgeber-Beiträgen beantwortet.

Häufige Fragen

Warum ist eine Praxis-Webseite teurer als eine normale Firmen-Webseite?

Weil zusätzliche Anforderungen dazukommen: Gesundheitsdaten sind nach der DSGVO besonders geschützt, das Berufsrecht setzt der Außendarstellung Grenzen, und die Pflichtangaben gehen über ein Standard-Impressum hinaus. Wer das sauber umsetzt, braucht mehr Sorgfalt als für eine gewöhnliche Visitenkarten-Seite.

Sind monatliche Wartungs-Abos für eine Praxis-Webseite nötig?

Das hängt von der Technik ab. Systeme mit vielen Plugins (etwa typische WordPress-Installationen) brauchen laufende Sicherheits-Updates — dafür sind Wartungs-Abos da. Eine statisch gebaute Seite ohne Plugin-Unterbau hat diese Angriffsfläche nicht und kommt im Betrieb mit deutlich weniger Pflege aus. Beim Vergleich von Angeboten lohnt deshalb der Blick auf die Technik hinter dem Abo-Preis.

Mit welchen laufenden Kosten muss ich mindestens rechnen?

Hosting und Domain fallen immer an — je nach Anbieter zusammen etwa 5 bis 20 € pro Monat, bezahlt direkt an Ihren Hosting-Anbieter. Alles darüber hinaus (Wartung, Lizenz, Redaktion) ist von der gewählten Lösung abhängig und sollte im Angebot ausgewiesen sein.

Fragen zu Ihrer Praxis-Webseite? Ich antworte persönlich.

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